Dienstag, 8. März 2016

{Rezension} Deliciously Ella von Ella Woodward


1.) Die harten Fakten
Das Kochbuch Deliciously Ella wurde vor kurzem im BLOOMSBURY Berlin Verlag veröffentlich und ist ein weiteres Werk einer (englischsprachigen) Bloggerin. Unter deliciouslyella.com bloggt Ella schon seit fast fünf Jahren über ihr Leben als glutenfrei lebende Veganerin. Ursprünglich stellte sie vor allem aus gesundheitlichen Gründen ihre Ernährung um - und entdeckte nach kurzer Zeit, dass gesund nicht gleich geschmacklos und Veganismus nicht gleich Verzicht bedeutet.


Nach einem kurzen Vorwort zu Ellas sehr persönlichem Weg zu dieser Ernährungsform folgt ein Überblick über die wichtigsten Grundzutaten, die in fast all ihren Rezepten Anwendung finden: "Ich habe versucht, immer die gleichen Grundzutaten zu verwenden, das heißt, man geht ein Mal einkaufen und hat dann alles für alle anderen Rezepte da [...]"

Bevor der umfassende Rezeptteil beginnt, findet man schon einige Rezepte für Basics wie Apfelmus, selbstgemachten Milchersatz sowie eine Anleitung "wie man Körner kocht".

Der gut 200 Seiten starke Rezeptteil gliedert sich nicht wie sonst oft üblich nach Anlass, sondern nach Hauptzutat:
Körner (18)
Nüsse und Kerne (13)
Bohnen und Hülsenfrüchte (11) 
Gemüse (27)
Früchte (13)
Smoothies und Säfte (17).

Zuletzt findet man unter dem Punkt Leben wie Deliciously Ella noch Menüvorschläge, die Rezepte aus den vorangegangenen Kapiteln aufgreifen und zeigen, dass man auch mit einer glutenfreien, veganen Ernährung durchaus Gäste empfangen und göttlich speisen kann.

2.) Die Rezepte
Zu Beginn jeden Kapitels findet man auf mehreren Seiten Informationen zu den verschiedenen Zutaten, die in dem Kapitel Beachtung finden, sowie zu deren fachgemäßen Zubereitung. Zudem werden auch die einzelnen Rezepte von persönlichen Worten eingeleitet, sodass man das Gefühl hat, dass das Kochen dieser Rezepte sehr "dicht" mit Ella erfolgt.

Die Rezepte sind meist bebildert, wobei auf großformatige, "gestylte" Fotos oft zu Gunsten lässigerer Bilder im Polaroid-Format verzichtet wird. Zudem sind immer wieder Seiten eingestreut, auf denen man Lesermeinungen über Ellas Blog lesen kann. Das verleiht dem Buch nicht nur eine persönliche Note, sondern läd ein, ein bisschen zu blättern, auch wenn man vielleicht gerade nicht nach einem Rezept für die nächste Mahlzeit sucht.

Mir haben es in Ellas Buch vor allem die Porridges angetan, wobei auch die Hauptgerichte neue schmackhafte und leichte Ideen für eine gesunde Küche liefern.

Als erstes Rezept habe ich mich an dem Zweierlei-Bohnen-Chili (S. 114) versucht und war direkt sehr angetan: 8 Zutaten, die ich meist sowieso im Hause habe, ergaben ein neues, wunderbares Essen, das von Innen wärmt und vor allem in die kalte Jahreszeit passt. Auch die verschiedenen Frühstücksideen wie das Gebackene Apfel-Zimt-Porridge (S. 58) oder der Chia-Frühstückspudding (S. 74) haben mich wahrhaftig entzückt und tun es noch immer. Zuletzt gab es den Möhren-Orangen-Cashew-Salat (S. 139), der ebenfalls mit wirklich wenigen Zutaten auskommt, durch die neue Kombination dennoch sehr raffiniert und lecker ist.

Gebackener Apfel-Zimt-Porridge

Chia-Frühstückspudding

Möhren-Orangen-Cashew-Salat
In dem Buch verstecken sich jedoch noch allerlei mehr Rezepte, die ich dringend ausprobieren möchte und werde:
Da wären die Süßkartoffel-Brownies (S. 166) oder der Banoffee-Pie (S. 195), doch auch die verschiedenen Quinoa- und Buchweizengerichte sprechen mich sehr an. Im Zuge meiner Fastenzeit werde ich sicher noch einige der tollen Gerichte nachkochen und auch über die Fastenzeit hinaus möchte ich dieses Kochbuch nicht mehr missen!


3.) Fazit
Deliciously Ella richtet sich an alle, die sich für eine gesunde, vegane Küche interessieren. Da Ella in ihrem Buch ebenso wie auf ihrem Blog auf fancy Zutaten und Ersatzprodukte verzichtet, eignen sich die Rezete dank kurzer Zutatenlisten und genauer Beschreibungen gut für Kochanfänger. Doch auch mir als "fortgeschrittene" vegane Hobbyköchin wird mit dem Buch nicht langweilig. Fernab vom immergleichen Alltagessen finden sich hier gesunde Gerichte, die dank kreativer Zubereitung und satter Aromenvielfalt den eigenen Kochhorizont noch ein Stückchen erweitern. Mir hat vor allem gefallen, dass Ella zeigt, wie man auch ohne Gluten eine schmackhafte, vegane Küche erleben kann. Mit 19,99€ liegt dieses Kochbuch preislich im Mittelfeld der veganen Kochbücher und ist angesichts der Masse an Informationen und tollen Impulsen auf jeden Fall ein Gewinn für jedes Kochbuchregal.


Vielen Dank an den Berlin-Verlag, der mir das Buch kostenfrei zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.

Kommentare:

  1. Witzig - ich konnte bspw. mit Chiapudding nie viel anfangen... aber nachdem die vegane Umstellung geschafft war, wollte/möchte ich es noch einen Ticken gesünder. Den Blog kannte ich schon länger, letzten Endes hab ich das Buch gekauft und der Chiapudding war tatsächlich das erste Rezept, das ich "nachkochte".
    Die Idee, einen Teil der Früchte zusammen mit dem Anteil Pflanzenmilch zusammenzumixen ist super lecker und ist total variantenreich.
    Soll nun kein Werbeslogan sein, aber mir gefällts. Das Zweierlei-Bohnen-Chili hab ich ebenfalls schon probiert und für lecker empfunden - weitere Taten folgen in Kürze.
    Danke für die Rezension, unterschreibe ich ;-).
    LG Natascha

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  2. Ich suche seit Wochen rezepte die mir dabei helfen gesund abzunehmen. Danke für den
    tolle Tipp.

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