Sonntag, 29. November 2015

{Sport} Mein erster Marathon (Frankfurt Marathon) - Teil IV

Wie es mir seit meinem letzten Halbmarathon erging, erfahrt ihr in Teil I. 
In Teil II habe ich über mein Training berichtet und in Teil III lest ihr, wie es mir die ersten 35 km ging.

Auf der Strecke ab Kilometer 25 überholte ich immer wieder Läufer, die die goldene Regel meiner Tante scheinbar nicht befolgt hatten (Starte langsam!). Wer zu schnell gestartet war, wurde ab Kilometer 20/25 deutlich langsamer und musste streckenweise gehen oder manchmal sogar abbrechen.

Für mich waren die "Geher" auf der Distanz zwischen Kilometer 30 und 35 eine große Herausforderung: Ich konnte sie so gut verstehen und wäre nur allzugerne stehen geblieben oder auch gegangen! Doch ich hatte Angst, dass ich dann nicht mehr hätte weiterlaufen können - und so lief ich weiter, fraß Meter um Meter, Kilometer um Kilometer. Und hatte stets meine Tante bei mir.

In den quälenden Minuten auf dem Frankfurter Asphalt, in denen ich zweifelte, ob ich die 42 km wirklich schaffen kann, war sie an meiner Seite. Wann immer ich ans Aufgeben dachte, sah ich sie vor mir: groß, schlank, sportlich, viel zu bescheiden und immer motivierend.

Und ich gab nicht auf. Ich lief weiter und ließ irgendwann auch den älteren Mann, der mich 5km gezogen hatte, hinter mir. Kilometer 36 flog an mir vorbei und plötzlich waren meine Schmerzen weg. Langsam beschleunigte ich wieder und fand in mein Wohlfühltempo zurück. Bei Kilometer 40 musste ich ärgerlicherweise noch einmal auf eine Toilette (Trink genug!), war danach aber in der Lage, die letzten beiden Kilometer mit einem Schnitt von 05:35 min./km zu laufen!

Ich flog nur so durch die Frankfurter Innenstadt, immer vorwärts, immer weiter! Näher und näher kam die Frankfurter Festhalle und bei Kilometer 41 konnte ich sogar noch Daniel und Kathrin, die den Blog bevegt betreiben, ein drittes Mal an diesem Tage entdecken und ihnen zuwinken.

Kurz vor dem Ziel entdeckte ich mein Geschwisterkind, das extra für mich nach Frankfurt gekommen war, um meinen Zieleinlauf zu erleben - das war ein tolles Gefühl!

Ins Ziel lief ich mit Tränen in den Augen und meiner Tante gedanklich an der Hand.

Ich habe es geschafft.
Ich bin innerhalb von 13 Monaten vom absoluten Laufanfänger zum Marathon-Finisher geworden!


Was ich aus meinem ersten Marathon gelernt habe, lest ihr im letzten Teil der Serie.

Sonntag, 22. November 2015

{Sport} Mein erster Marathon (Frankfurt Marathon) - Teil III

Wie es mir seit meinem ersten Halbmarathon im Mai erging, erfahrt ihr in Teil I. Und wie es weiterging, in Teil II.

Am Morgen des Marathons stand ich obszön früh auf, um noch eine schnelle Runde mit Keno zu gehen. Herr Fuchs war an diesem Wochenende leider nicht da, sodass ich ganz auf mich gestellt war.

Schadete aber auch nicht, da ich so in aller Ruhe meinen Morgen vor dem großen Lauf genießen konnte. Ich holte I. ab und gemeinsam fuhren wir mit dem Zug in die Frankfurter Innenstadt. Dort waren schon sehr viele Läufer/innen und Zuschauer/innen, obwohl wir um 08:00 Uhr morgens und somit rund 2 Stunden vor Start eintrafen.

So hatten wir jedenfalls genug Zeit, die Kleiderbeutel abzugeben, noch einmal (oder - wie in meinem Falle - viermal) pinkeln zu gehen. Ich mampfte noch zwei Bananen (Iss genug!) und trank noch ein bisschen Wasser (Trink genug!), das viel zu schnell zu Neige ging. Glücklicherweise war dann schon Startzeit und wir begaben uns in unsere Startblöcke.

Die ersten 5 Kilometer lief ich mit einem Lauffreund von I., von dem ich wusste, dass er deutlich langsamer läuft als ich (Starte langsam!). Mit ihm lag ich ca. im Bereich von 7 min./km (meine Zielzeit lag bei ca. 06:30 - 06:45 min./km auf die Gesamtstrecke gesehen) und konnte so sehr entspannt starten.

Nach Kilometer 5 musste ich mich dann allerdings lösen, da ich merkte, dass ich schneller wollte und konnte. Also steigerte ich mein Tempo allmählich und traf schließlich einen Läufer, der ca. 06:30 min./km lief. Er war über und über bepackt mit Energiegels und Trinkflaschen, war aber sehr nett und froh über eine Laufbegleitung. Also lief ich ein bisschen mit ihm und unterhielt mich mit ihm. Ab Kilometer 20 jedoch merkte ich, dass ich eigentlich etwas schneller werden will (Lauf DEIN Tempo!). Dennoch bremste ich mich weiter, da ich auf keinen Fall zu früh meine Energie verschießen wollte (Beschleunige erst ab Kilometer 30!).

Ab Kilometer 25 jedoch löste ich mich schließlich von ihm und lief in meinem Tempo weiter. Währenddessen war ich schon zweimal auf Toilette gewesen, was bis zum Ende des Laufes auf ganze viermal(!!!) ansteigen sollte (Trink genug!). Da hatte ich den Tipp zu wörtlich genommen und bin damit schon bei meiner ersten Erfahrung und was ich künftig korrigieren möchte. ;)

Ich aß weiterhin an jeder Verpflegungsstelle etwas Banane und nahm meist auch ein Energiegel, trank artig mein Wasser und gelegentlich auch etwas Isotonisches. Die Verpflegung war ausgezeichnet und mehr als ausreichend!

Ab Kilometer 28 wurden die Schmerzen in den Füßen, die ich seit Kilometer 22 hatte, schier unerträglich. Ich spürte jeden harten Aufprall auf dem Frankfurter Asphalt und lief merklich langsamer. Die Muskeln waren nicht das Problem, mir schmerzten jedoch die Knochen. "Einen Marathon läuft man im Kopf!", ging es mir durch selbigen und ich musste mich zeitweise sehr zusammenreißen, nicht zu gehen.

Um Kilometer 30 herum sprach ich dann einen älteren Mann an: "Hören die Schmerzen eigentlich auch noch einmal auf?" Er lachte trocken, sagte, das sei sei 20. Marathon und nein, die Schmerzen hörten nie auf. Wir unterhielten uns eine ganze Weile und ich lief Kilometer 30 - 35 mit 07:00 min./km und an seiner Seite.


Ob ich im Ziel ankomme erfahrt ihr nächste Woche in Teil IV.




Freitag, 20. November 2015

{Rezension} Das vegane Familienkochbuch




1.) Die harten Fakten
Das vegane Familienkochbuch von Jasmin Hekmati erschien unlängst bei ars vivendi. Gesunde Lieblingsgerichte für Groß und Klein verspricht der Untertitel des großformatigen Hardcover-Kochbuches. Das Eingangskapitel 1.000 Fragen und (k)eine Antwort, in dem die Autorin ihre Beweggründe für eine vegane Ernährung vorstellt, ist ebenso wie das Vorwort Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht dem Rezeptteil vorgeschaltet. Dieser wiederum gliedert sich in die thematischen Kapitel
Der perfekte Start in den Tag - Frühstücken wie ein Kaiser
Auf die Hand - Schmeckt zu Haus und unterwegs
Heiß und knackig - Suppen und Salate
Wir haben Hunger, Hunger, Hunger! - Hauptgerichte
Für süße Zuckerschnuten - Desserts und Gebäck
Grundrezepte.



2.) Die Rezepte
















Auf die Rezepte des Buches war ich besonders gespannt, da ich mir Gerichte versprach, die sich fix in den Alltag integrieren lassen. Zwar gibt es derzeit keinen fuchs-schulz'schen Nachwuchs, aber Herr Fuchs und ich sind beide gute Esser und Zeit zum kochen ist viel zu oft viel zu knapp.

Den Start mache das Happy-Day-Porridge, das ich als alter Porridge-Hase natürlich umgehend testen musste. Ich nahm die Hälfte der Portion (also genug für 1 kleinen und 1 großen Esser) und wurde davon gut satt. Geschmeckt hat es auch! Ebenfalls lecker war der Nuss-Käse, den es bei mir zu einer Portion Spaghetti mit frischen Tomaten gab, den werde ich allerdings nicht noch einmal machen: ich brauche einfach keinen Käse(ersatz) zu Nudeln oder Pizza, sodass dieser "Käse" keinen Einzug in meine Küche halten wird.
Ganz anders die Pasta mit Brokkoli und Basilikum-Pesto. Mit hausgemachtem Pesto und knackigem Brokkoli konnte sogar der antigrüngemüsige Herr Fuchs überzeugt werden, seinen Brokkoli zu essen.
Gigantisch lecker war schließlich das Gulasch nach ungarischer Art. Kocht es unbedingt nach - es schmeckt sooooo gut!!!
Auch die Moussakasagne - eine Mischung aus dem griechischen Moussaka und der italienischen Lasagne - hat uns voll überzeugt. Übrigens ein perfektes Resteessen und daher auch als familientauglich anzusehen.

Die Rezeptseiten sind übersichtlich aufgebaut und bieten neben einer Zeitangabe eine Übersicht der Zutaten, um "2 kleine und 2 große Esser" satt zu machen.
Nahezu jedem Rezept ist ein eigenes, seitenfüllendes Foto zugeordnet. Die Bilder sind ganz im Sinne des Buchtitels designt: hier streckt sich eine Kinderhand gen Pfannkuchen, dort hält ein Spielzeugteddy einen Löffel fest, anderswo finden sich vergessene Legosteine auf dem Tisch. Dadurch wird eine familiäre Szenerie erzeugt, die eine erfrischende Abwechslung in der sonst doch sehr ähnlich anmutenden Kochbuchfotografie bietet. Manchmal wirken die Kompositionen für meinen Geschmack etwas zu gewollt, aber sei es drum. 






3.) Fazit
Das vegane Familienkochbuch hat mich vollends überzeugt: Es bietet vegane, familientaugliche Gerichte und eignet sich daher auch hervorragend als Anschaffung für Veganinteressierte oder Veganneulinge. Sicher wird hier das Rad nicht neu erfunden und es finden sich keine gourmettauglichen High-Class-Rezepte. Dennoch lohnt sich ein Blick ins Buch oder ein Griff zu selbigem im Buchladen. Es avanciert gerade zu einem meiner Kochbuchlieblinge, da man es wirklich jedem guten Gewissens empfehlen kann - vor allem, weil die ausprobierten Gerichte geschmacklich wirklich gut waren.


Vielen Dank an ars vivendi, der mir das Buch kostenfrei zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.

Mittwoch, 18. November 2015

{Rezept} Apfelkuchen mit Zimtstreuseln



Vergangenen Sonntag lud mein Geschwisterkind zum Geburtstagsfrühstück in die alte Heimat ein und natürlich folgten Herr Fuchs und ich dem Ruf. Meine Eltern sorgen immer vor: neben einer großen Käseauswahl für alle anderen (meine Eltern und das Geschwisterkind sind seit einer halben Ewigkeit Vegetarier) stehen immer zahlreiche Marmeladen, Aufstriche, Obst und Gemüse für mich bereit. Statt Butter kaufen meine Eltern zudem seit ca. einem Jahr nur noch Alsan, nachdem ich diese Margarine mal dabei hatte.

Dennoch oder gerade deswegen wollte ich einen Kuchen mitbringen. Und da es nicht immer Schokokuchen (für Herrn Fuchs und meinen Papa Mr. Call) oder etwas mit Nüssen (für Mama) geben soll, buk ich samstags fix einen schnellen Apfelkuchen nach einem Rezept vom laubfresser-Blog.

Der Apfelkuchen war saftig, die Streusel zimtig-knusprig und alles in allem war der Kuchen ruckzuck fast komplett verspeist. Meine Mama stellte kopfschüttelnd fest, dass meine Kuchen immer (fast) leer werden, obwohl wirklich reichlich zu essen da ist. Das ist natürlich ein tolles Kompliment und zeigt, dass veganes Backen oft auf Gegenliebe stößt!

Man nehme...
...für den Teig
200 g Mehl
125 g kalte Margarine
50 ml Wasser
2 EL Zucker
1 Messerspitze Backpulver

...für die Streusel
150 g Mehl
80 g Margarine
6 EL Zucker
1 TL Zimt

...für dazwischen
4-5 große Äpfel (750 g)
7 EL Apfelmus

Zunächst werden alle Teigzutaten rasch miteinander verknetet. Dazu schneidet man vorab die Margarine am besten in ca. würfelzuckergroße Stücke. Den Teig anschließend in Folie wickeln und ca. 1 h im Kühlschrank parken.

Die Streuselzutaten ebenfalls verkneten und neben dem Teig kalt stellen.

Nach der Kühlzeit die Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in dünne Scheiben schneiden.

Den Teig in eine gefettete und mit Backpapier ausgekleidete Springform drücken und einen Rand ziehen. Nun die Apfelscheiben auf den Teig geben und mit dem Apfelmus bestreichen.
Zum Schluss den Streuselteig aus dem Kühlschrank holen und großzügig über die Äpfel zupfen.

Bei 200°C Ober-/Unterhitze ca. 40 min. im Ofen parken. Wenn die Streusel nach der Zeit so gar nicht goldbraun werden wollen, einfach auf Umluft schalten und wenige Minuten weiterbacken. Dann aber unbedingt dabei bleiben, weil die Streusel sonst schnell zu dunkel werden können.



Dauer: 20 min. reine Arbeitszeit + 1 h kühlen + 45 min. Ofenarbeit = ca. 2 h bis zum warmen, duftenden Apfelkuchen

Ergibt 1 Springform mit 26cm DM

Sonntag, 15. November 2015

{Sport} Mein erster Marathon (Frankfurt Marathon) - Teil II

Wer wissen will, wie es mir trainigstechnisch seit Mai erging, erfährt das in Teil I.


Anfang August zogen Herr Fuchs, die Katertiere, Keno und ich in ein verschlafenes Nest im vorderen Taunus. Dort lernte ich I. kennen, den ich zuvor nur vom Schreiben aus einer Laufgruppe bei Facebook gekannt hatte. Und schwupps, lief ich regelmäßig mit ihm.

Ich war wieder frohen Mutes und nach einem Monat gemeinsamen Trainings sah ich eine reelle Chance, den Marathon doch noch zu laufen. Wir nahmen gemeinsam an kleineren Laufveranstaltungen teil und ich wurde einmal bei einem Halbmarathon zweite in meiner Altersklasse (es nahmen allerdings auch nur 4 aus meiner AK teil ;) ) und einmal erste Frau bei einem 10-km-Lauf. Das motivierte mich ungemein, weiter zu trainieren!

Zugegeben: Ich schenkte mir die Traininsgpläne. Ich lief mit I. mit, wann immer es ging, lief einen 30km-Lauf alleine (und mit I. einen 32-km-Lauf), sparte mir Intervalltraining, Fahrtenspiele, etc. pp. Die Ausdauer musste verbessert werden, die Zeit war mir erstmal egal.

Irgendwann merkte ich, dass ich mich automatisch in der Zeit verbessert hatte. Laufen fiel mir plötzlich nicht mehr schwer, sondern es machte Spaß. Und manchmal sogar glücklich. Ich lief regelmäßig viermal wöchentlich, meist um die 50 km pro Woche. An manchen Tagen quälte ich mich in meine Laufschuhe, an anderen konnte ich es kaum erwarten, sie endlich anzuziehen. Glücklicherweise überwogen die guten Tage, sodass das Laufen schnell wieder zu dem festen Teil meines Alltags wurde, das es vor der zweimonatigen Verletzungspause eingenommen hatte.

In diesen Tagen und Wochen vor dem Marathon sprach ich oft mit meiner Tante. Sie lief jahrelang Marathon, oft mehrere im Jahr, und das, obwohl sie erst mit Ü40 das Laufen für sich entdeckte. Sie gab mir die Tipps, die mich schließlich durch den Marathon begleiten sollten:
Starte langsam!
Iss genug!
Trink genug!
Lauf DEIN Tempo!
Beschleunige frühestens ab Kilometer 30!

Kurz vor dem Event telefonierten wir noch einmal und sie sagte:
"Frau Schulz, ich laufe ab Kilometer 30 mit dir!"
Ich wusste, was sie meinte: Sie würde ab Kilometer 30 im Internet verfolgen, wie ich laufe. Wo ich gerade bin. Und in Gedanken und im Herzen ganz nah bei mir sein.

Am Tag vor dem Marathon war ich mit I. und einem weiteren Läufer (und gefühlt 10.000 weiteren Sportlern) auf der großen Marathon-Messe in Frankfurt. Wir holten unsere Startunterlagen ab, shoppten ein bisschen Läuferkram und ließen uns von der Stimmung anstecken.

Nachmittags fuhren wir wieder gen Heimat und ich verschlang abends guten Gewissens einen riesigen Teller Nudeln. Ok, es waren drei riesige Teller Nudeln! Dazu gab es meine liebste "Ich-bin-zu-faul-selbst-eine-Tomatensauce-zu-kochen"-Sauce, eine warme Katze auf dem Bauch und "Schlag den Raab" im Fernsehen.


Wie der große Tag schließlich gelingt, erfahrt ihr kommende Woche in Teil III.

Dienstag, 10. November 2015

{Vegan Wednesday} Hier wird gesammelt

Nach einer gefühlten Ewigkeit sammle ich heute endlich mal wieder die veganen Leckereien, die es bei euch am Mittwoch so gibt. Die Regeln habe ich unten noch einmal für euch zusammengefasst!

Ich bin schon sehr gespannt, ob ihr bereits im vorweihnachtlichen Plätzchenmodus oder noch in der herbstlichen Kürbiszeit steckt ;)

Die Regeln


Wie kann ich mitmachen?
Jede Woche wird auf dem Blog eines Vegan Wednesday-Bloggers ein Sammelbeitrag veröffentlicht, in den Kommentaren könnt ihr bis Samstag Abend euren Beitrag verlinken. Je zwei Bilder pro Beitrag werden ausgewählt und gepinnt.
Wer aktuell sammelt erfahrt ihr jeden Dienstag auf unserer Facebook-Seite.

Was sollte mein Post beinhalten?
Wir möchten euer veganes Alltagsessen der vergangenen Woche sehen! Ansonsten ist alles erlaubt: Themenposts, Rezepte, Tagesabläufe,... eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, aber: vegan muss es sein!

Wer mehr erfahren möchte, schaut hier vorbei oder besucht unsere facebook-Seite.

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Übrigens:
Derzeit planen wir vom Vegan-Wednesday-Team einen Relaunch Anfang Januar. Daher wird es erst am Ende des Jahres ein großes Pinterest-Board mit allen bis dahin eingegangenen Beiträgen geben. Gesammelt wird weiterhin wöchentlich bei Cara, Petzi, Cookie, Regina oder mir.

Sonntag, 8. November 2015

{Sport} Mein erster Marathon (Frankfurt-Marathon) - Teil I

Diesen Mai lief ich meinen ersten Halbmarathon in meiner damaligen Heimatstadt Mainz und war nach diesem Erlebnis derart euphorisiert, dass ich mich prompt zum Frankfurt-Marathon am 25.10.2015 anmeldete.

Leider hatte ich da die Rechnung ohne meine Gesundheit gemacht: Dank des fuchs'schen Gewichts, das während einer Rumalberei auf meinen linken Knöchel krachte, quält mich seit Mitte April ein enervierender Schmerz im Knöchelbereich. MRT und Besuch beim Orthopäden brachten nichts außer einer Sehnenentzündung auf dem linken Fußspann. Diese wiederum sorgte dafür, dass ich im Sommer zwei Monate gar nicht laufen konnte, da ich keine Schnürschuhe tragen konnte.

Ich sah den Marathon schon entgleiten - wie nur sollte ich darauf trainieren, wenn ich lediglich Flip-Flops am Fuß ertrug?!

Endlich, Mitte Juli, wurde es langsam wieder besser. Die Schmerzen im linken Knöchel waren (und sind) leider noch immer da, allerdings war die Sehnenentzündung endlich abgeklungen, sodass ich langsam wieder mal 5km laufen konnte. Im Juli. 3 Monate vor meinem ersten Marathon.

Ich begann mich mit dem Gedanken anzufreunden, meinen Startplatz zu verkaufen. Es sollte wohl in diesem Jahr einfach nicht sein. Und ich wollte meinen ersten Marathon unbedingt genießen.

Vielleicht hatte ich auch einfach zu viel gewollt:
Ich laufe erst seit September 2014, habe davor nicht einmal Laufschuhe besessen. Seit November 2014 rauche ich nicht mehr und kann seitdem regelmäßiger und freier trainieren. Aber ich laufe gemütlich, in meinem Tempo. Ohne Uhr und sonstigen technischen Kram.
Vielleicht reichte das einfach nicht für den Marathon...


Wie es weitergeht, könnt ihr am Sonntag in Teil II erfahren!



Freitag, 6. November 2015

{Rezept} Schwedische Sonntagsbrötchen



Herr Fuchs und ich lieben es, sonntags ausgiebig zu frühstücken. Ok, ich korrigiere: ICH liebe es, sonntags ausgiebig zu frühstücken. Da ich allerdings ungern nur für mich den Tisch vollpacke, ist die fuchs'sche Anwesenheit der perfekte Vorwand, richtig groß aufzutischen!


Mindestens 4 Sorten Marmelade, ebenso viel Aufstrich, dazu veganer Aufschnitt, frisches Obst und Gemüse gleichen mein sonst immergleiches Alltagsfrühstück aus. Dazu gibt es (wenn es schnell gehen muss) Aufbackbrötchen oder (viel häufiger!) selbstgebackene Brötchen. Und da haben es mir insbesondere die schwedischen Sonntagsbrötchen angetan!

Das Rezept habe ich bei Chefkoch gefunden und schon mindestens zehnmal erprobt. Die Brötchen schmecken einfach herrlich, sind von der Konsistenz her ein bisschen wie ein Hefezopf und können ganz einfach zubereitet werden!

Man nehme...
250 g Mehl
50 ml Rapsöl
100 - 125 ml lauwarmes Wasser
1/2 EL Zucker
Prise Salz
1/2 Würfel frische Hefe

Alle Zutaten mit dem Handrührgerät oder den Händen zu einem geschmeidigen Hefeteig verarbeiten - das dauert ca. 10 Minuten. Mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort ca. 1 h gehen lassen.

Den Ofen auf 200°C vorheizen.

Wenn sich der Teig ca. verdoppelt hat, einfach mit zwei Löffeln 8 Brötchen abstechen und auf ein mit Backpapier dekoriertes Blech legen.

Man kann die Brötchen nun noch mit einer Schere einschneiden, sodass oben "Zipfel" entstehen. Man kann sie mit Wasser beträufeln und dann Chiasamen, Sesam, Mohn o.ä. über sie rieseln lassen. Oder man schiebt sie einfach "nackig" in den Ofen und zieht sie nach 10-15 min. wieder heraus.

Kurz auskühlen lassen und am besten noch ofenwarm genießen!

Dauer: 10 min. Teig kneten + 1 h Geduld + 15 min. Backzeit = knapp 1,5 h bis zum Brötchenduft im Esszimmer

Zusammen is(s)t man weniger allein 

Dienstag, 3. November 2015

{Rezept} Gulasch nach ungarischer Art

Ich liebe einfaches Essen, das blitzschnell zubereitet ist und dennoch geschmacklich voll und ganz überzeugen kann! Daher bin ich ein Fan von Eintöpfen, Suppen oder anderen Zubereitungsarten, bei denen möglichst viel in einem Topf herumgerührt wird, um anschließend ein dampfend-heißes Gericht zu verspeisen.


Gulasch fällt genau in diese Kategorie und so finden sich bspw. der Szegediner Auberginen-Gulasch und der Kartoffelgulasch bereits als erprobte und liebgewonnene Rezepte auf dem Blog. An eine vegane Variante des klassischen Gulaschs mit Soja- oder Seitanschnetzeln habe ich mich bislang allerdings nicht gewagt, gleichwohl ich dies immer schon einmal ausprobieren wollte.

Als ich daher vor kurzem "Das vegane Familienkochbuch" aufschlug, war sehr schnell klar, welches Rezept ich UNBEDINGT nachkochen muss: Gulasch ungarischer Art.

Man nehme...
70 g Sojagulasch (ich habe getrocknete Sojaschnetzel genommen)
300 g Zwiebeln
2 rote Paprika
2 EL Kokosöl
3 Knoblauchzehen
500 g gehackte Tomaten aus der Dose
3 EL getrockneten Majoran
1 TL Rohrzucker
Salz, Paprikapulver rosenscharf, Pfeffer

Die Sojaschnetzel mit kochender Brühe übergießen und ca. 15-20 min. quellen lassen. Danach sehr gut ausdrücken und nach Bedarf in mundgerechte Streifen schneiden.

Derweil die Zwiebeln schälen und in Streifen schneiden. Paprika putzen, vierteln und ebenfalls in Streifen schneiden.

Kokosöl in einem großen Topf erhitzen und ausgedrückte Sojaschnetzel, Zwiebeln und Paprika darin ca. 15 min. rösten, bis alles gebräunt ist. Knoblauchzehen schälen und in den Topf pressen. Nun die restlichen Zutaten zugeben und alles verrühren. Alles aufkochen lassen, Deckel drauf und mind. 45 min. köcheln lassen.

Abschmecken und mit Salkartoffeln, Bratkartoffeln, Spätzle, o.ä. servieren.


Das Gulasch schmeckt am nächsten Tag noch besser!

Dieses Gericht steht und fällt mit der Gründlichkeit, die ihr beim Sojaschnetzel-Pressen an den Tag legt: Wer zu wenig presst, bekommt lapprige Streifen. Wer ordentlich presst und die Schnetzel wie beschrieben anbrät, wird mit einer tollen Konsistenz belohnt!

Dauer: 20 min. Schnetzel ziehen lassen + 15 min. Kocherei + 45 min. weitere Kocherei = 1 h 20 min. bis zum ersehnten Gulasch

La Familia