Samstag, 29. Juni 2013

Man spiele mir Musik...

In meinem Kopf:

Ein breiter Sessel in einem großen, von dunklen Dielen und cremefarbenen Wänden umrahmten Wohnzimmer. Ich im Schneidersitz auf dem Sessel sitzend, TomTom zusammengerollt auf meinem Schoß.

Dicke Kopfhörer auf den Ohren, kein Laut dringt in meine Welt, den ich nicht hören will.

Bass voll aufgedreht, wer braucht schon ein intaktes Trommelfell?

Und laut, so laut, dass sie jeden inneren Schmerz übertönt, Musik!

Es soll Menschen geben, die auf die Töne hören. Ich höre auf den Text. Ich brauche Lyrics, die durch und durch gehen. In die Ohren, durch jede Faser meines Körpers, direkt in mein Herz.
Da sollen sie ankommen und die Gefühle auslösen, die die Umwelt nicht mehr auszulösen vermag.

Laut, so laut!
So laut, dass ich meine eigenen Schluchzer nicht mehr hören muss.

Ich schließe die Augen. Sehe Zeilen vor mir schweben, durch den Raum gleiten. Die Buchstaben sehen aus wie die Worte, die sie bilden - manchmal traurig, selten glücklich, häufig verzweifelt, doch fast immer rastlos und laut!

Das immergleiche Lied in Dauerschleife hören, bis der Kloß im Hals sich löst und endlich Tränen kommen.

Worte, die zu Pfeilen werden, die mich aufzuspießen drohen, die da sind. Die fühlbar sind.

Unglauben, dass andere das fühlen können, was ich fühle. Dass sie Lieder darüber schreiben - Lieder, die ich dann nur wegen der Texte höre!

Songwriter sind das, was Goethe vor hunderten von Jahren war. Kein Gedicht kann mich so berühren wie schwermütige Musik, die doch nur Rahmen des kummervollen Textes ist.

Ich drehe die Musik lauter. Sie soll alles übertönen: Jeden Schrei, jedes Leid. Jedes Schluchzen und jede Träne. Jeden Blick - sie soll da sein, wenn sonst nichts mehr da ist!

Ich wünsche mich in einen Film, ich will einen Soundtrack - ich will Musik in den Szenen meines Lebens, in denen mir die Worte fehlen, meine Gedanken und Gefühle auszudrücken.

Man spiele mir Musik, verdammt, das kann doch nicht so schwer sein! 






Schoko-Cantuccini mit Pistazien


Nach und nach arbeite ich mich an Angies Päckchen ab. Nachdem vor ein paar Tagen die Knopf-Kekse besonderes Entzücken hervorriefen hoffe ich natürlich, dass ihr euch über das Rezept der Schoko-Cantuccini ebenso freut ;)




Man nehme...
240 g Mehl
1 gestrichener TL Natron
Prise Salz
1-2 EL Kakao
75 g Margarine
130 g Zucker
2 EL Sojamehl, gemischt mit 4 EL Wasser
60 g Pistazienkerne
70 g Zartbitterschokolade


Trockne Zutaten mischen. Margarine mit Zucker schaumig aufschlagen, Sojamehlgemisch dazugeben und mit den trocknen Zutaten mischen. Zum Schluss Pistazien und die gehackte Schokolade unterheben.
Nun geht es ans Rollen formen..
Backblech mit Backpapier auslegen und je nach gewünschter Dicke 2 - 3 feste Rollen formen. Das ist wie bei den normalen Cantuccini dank Pistazien und Schoki etwas tricky, es lohnt sich aber, die Rollen möglichst fest zu formen.
Das Procedere ist nun das gleiche wie bei den klassischen Cantuccini, daher einmal COPY+PASTE, bitte:
Rollen auf Backblech, Blech bei 200° Ober-/Unterhitze in den Ofen und 45 Minuten (ja, wirklich eine dreiviertel Stunde!) backen.
Hinaus mit dem heißen Blech und die Röllchen ca. 20 min. abkühlen lassen. Nun mit einem scharfen Messer in ca. 1cm breite Stücke schneiden, auf eine Seite legen und für weitere 7 min. in den Ofen. Hinaus mit dem Blech, Scheiben auf die andere Seite legen (die Teile sollen ja kross werden ;) ) und nochmal 7 min. backen.

Ergibt ca. 40 Cantuccini

Dauer: 10 min. Teig kneten + 1 h Backzeit + 20 min. Abkühlung von der Hitze = 1,5 h, die sich absolut lohnen!


Lieber Lieblingskeks
nur für dich: Das verlinkte Rezept für klassische Cantuccini wurde bereits mehrfach erprobt und sie schmecken laut meiner (immer und immer wieder Cantuccini-essenden) Mama sehr lecker und "man merkt gar nicht, dass die vegan sind"! Falls du daher eher ein klassisches Rezept suchst - LINK ;)

Donnerstag, 27. Juni 2013

Bloglovin und so...

Ein kurzer Post am Rande:

Laut einiger Infos wird die Funktion, einem Blog über den GoogleReader zu folgen, am 01.07.2013 abgeschaltet.
Daher besteht nun die Möglichkeit, mir via Bloglovin zu folgen - rechts habe ich einen entsprechenden Button hinzugefügt.

Oder ihr folgt mir via Facebook - dort seht ihr immer, wenn ich einen neuen Beitrag veröffentlicht habe:

https://www.facebook.com/frauschulzwirdvegan?ref=hl

(Irgendwie schaffe ich es nicht, den Facebook-Button auf der Seite zu integrieren - kann mir da jemand weiterhelfen?!)

Nun denn, das ganze Procedere und weitere Vorschläge hat Angie von Bissen fürs Gewissen für euch zusammengefasst, daher übergebe ich für weitere Informationen vertrauensvoll an sie ;)

Vegan Wednesday 2013/24

 
Ach Kinners, jetzt habe ich zwar wieder mehr Zeit, aber das wird doch nichts, wenn die Zeit immer soooo schnell vergeht.. Kaum habe ich den VW der letzten Woche gepostet, ist es schon wieder so weit und ihr erhaltet Einblick auf meine gestrigen Teller - bzw. eher in die Schüsseln - und wenn ihr bei Julia von mixxedgreens vorbeischaut, seht ihr da schon vor dem samstäglichen Pinterest-Board die anderen Beiträge:

Frühstück

Endlich habe ich ein bisschen Zeit, um mich voll und ganz der Bachelor-Arbeit zu widmen - allerdings musste ich gestern Morgen einfach direkt ein Ründchen mit Ronja drehen, macht sonst alles nur halb so viel Spaß ;)
Als Stärkung gab es davor eine Portion Haferflocken mit Banane, Melone und Sojamilch - und einem Schuss des vor kurzem angesetzten Holunderblütensirup. Fazit: unbedingt ausprobieren, schon 1 TL Sirup reicht, um dem morgendlichen Müsli das gewisse Etwas zu geben!

Im Anschluss streifte ich dann wie gesagt mit Ronja durch die Wiesen. Ich hatte ja schonmal kurz erwähnt, dass Ronja nicht der einfachste Hund ist. Im kühlen Frühjahr war es definitiv einfacher, mit ihr zu laufen.. Momentan habe ich das Gefühl, dass all die Gerüche und Geräusche sie überfordern. Futtersuchspiele oder Apportieren sind kaum möglich, da sie oft sehr unkonzentriert ist.. Zudem bricht ihr starker Hütetrieb (die Lütte ist ein Labrador-Collie-Mix) durch - das heißt, Ronja zieht nicht nur wie Bolle, sondern umkreist auch noch ständig. Ich habe das mal in einer kleinen Skizze aufgemalt, damit ihr seht, was ich meine:



Seit Dezember ist sie nun im Tierheim und bis jetzt hat außer ihren festen Gassigehern (ähm ja, die beschränken sich auch auf S. und D., die eigentlich andere Problemhunde haben und Ronja gerne nehmen, aber eben nur, wenn die Hunde, mit denen sie sonst gehen, nicht können - meist gehe ich mit ihr) keiner nach ihr gefragt. Natürlich muss sie sich während der Vermittlungszeiten auch immer aufführen, als wolle sie alle Anwesenden sofort fressen! Ich fürchte wirklich, die Kleine muss noch einige Zeit bleiben - dabei ist sie nicht nur intelligent und - in reizarmer Umgebung - lernwillig, sondern auch extrem schmusig und einfach ein toller Hund, der unglaublich viel Spaß macht!

Ich werde in der nächsten Zeit mal einen eigenen Post zu ihr schreiben, da sie in kurzer Zeit mein Herz erobert hat - und laut S. mir durchaus nicht unähnlich ist ;)

Nun denn, zurück zur mittwöchlichen Nahrungsaufnahme..

Mittags gab es dann eine Portion der scharfen Paprikasuppe, dazu ein Scheibchen Brot mit Wilmersburger mediterran:


Hach, das war echt lecker..
Abends ging es dann Richtung Uni. Die Fachschaft Geschichte hatte zum Sommerfest geladen - und um es mit den Worten eines Dozenten zu sagen:
Kommilitonin: "Frau Schulz kommt später übrigens auch." Dozent: "Natürlich! Es gibt Bier, ich hatte keinen Zweifel, dass Frau Schulz dann kommt!"

Ähm, ja.

Ich trank also abends noch ein, zwei Bier - frei nach dem Motto drei Bier sind auch ein Schnitzel verzichtete ich dankend auf das völlig unvegane Grillgut. Immerhin wurde eine vegetarische Alternative angeboten, allerdings verging mir jeglicher Hunger, als ich mit einem Freund in der Essensschlange anstand und ich einen Blick auf das Spanferkel geworfen hatte. Ich: "Wie kannst du das denn essen?!" Er: "Es schaut mich ja nicht mehr an!" -.-

Bier hab ich jetzt einfach mal nicht fotografiert, es waren einige, sie waren lecker.
Als Mitternachtssnack gönnte ich mir dann aber nach der Landung im heimischen Hafen - wie immer kein Problem, mit dem Rad zu fahren - ich darf nur nicht stehen bleiben, dann fall ich immer um ;) - eine Pizza. Auch kein Foto, ich war gestern Abend einfach zu gierig!
Aber ich kann euch den Belag ja kurz vorstellen: Artischockenherzen, schwarze Oliven und Champignons - mit Abstand meine Lieblingspizza :)

Tja, das war es auch schon wieder.

Seltener Gast war heute mal wieder Mio. Es regnet momentan und bei Regen erinnert sich Mio immer, dass er ja kein Straßenwaise ist, sondern ein Zuhause hat, in dem TomTom, Frau Schulz und ein warmes Plätzchen auf/neben selbigen auf ihn warten.
Aber Mio, mein Mio - schön, ihn wieder hier zu haben, denn: Zusammen sind wir eben wirklich weniger allein.. ;)


Mittwoch, 26. Juni 2013

Essen2go & Mittwochsbox #21: Rote, scharfe Paprikasuppe

 
Nachdem meine Blogabstinenz nun erstmal vorüber ist (vielen Dank an dieser Stelle an die lieben Kommentare, ich schaffe es zwar nicht, sie zu beantworten - aber ich freue mich über jeden einzelnen und natürlich ganz besonders, dass mir keiner böse ist, wenn es mal einige Wochen ruhiger ist - manchmal macht das Leben eben, was es will.. Doch dazu an anderer Stelle mehr), schaffe ich es auch mal wieder, bei Mones Mittwochsbox mitzumachen.

Diesmal war die Aufgabe, leckere Speisen zu kreieren, die allesamt zum Thema ROT passen.

Nun kam mir das Thema gerade recht, da ich meine liebste Paprikasuppe ohnehin mal posten wollte - glücklicherweise ist sie roter als rot, daher passt sie super zum gestellten Thema:

Man nehme...


2 rote Paprika
1 rote Zwiebel
1 getrocknete (oder frische) Chilischote
1 Päckchen á 500g passierte Tomaten
1/2 Liter Wasser
1 Lorbeerblatt
1/2 TL Paprika rosenscharf
1 TL Paprika edelsüß
Salz & Pfeffer

Zwiebel, Paprika und Chili in grobe Stücke würfeln. Alle Zutaten in einen Topf geben und 20 - 25 min. köcheln lassen.
Lorbeerblatt rausfischen und pürieren. Dabei aufpassen, dass man nicht die komplette Küche mit roten Tupfern verziert.

Wer möchte, kann die Suppe mit einem Klecks Sojajoghurt oder Sojamilch servieren - wer es nicht so scharf mag, sollte nur 1/2 Chilischote und wenig bis kein Paprika rosenscharf verwenden. Die Suppe hat ansonsten eine angenehme Schärfe - für Kinder allerdings zu scharf :)


Traute Dreisamkeit

Dauer: 5 min. Gemüse schnitzen + 20 min. ins Töpfchen gucken = 25 min. bis zum ersten Schlürfen

Montag, 24. Juni 2013

Knöpfli mal anders

Nachdem Angie von Bissen fürs Gewissen in der letzten Woche ihren Preis aus dem Hause Schulz bekommen hat, möchte ich natürlich die Rezepte zu den Leckereien, die ihren Weg nach Wien fanden, mit euch teilen.

Ich überlegte ziemlich lange, was ich Angie schicken soll und entschied mich letztlich für Knopf-Kekse (die Idee fand ich in dem Buch "Geschenke aus der Küche" 2008), Schoko-Cantuccini und Cranberry-Zimt-Muffins.

Die Knopf-Kekse eigneten sich ebenso wie die Schoko-Cantuccini besonders gut, da beides den längeren Transport (die Post brauchte dankenswerterweise "nur" eineinhalb Wochen) gut überstehen können - allerdings sind sie nichts für Menschen mit einer Koumpounophobie (also Ekel / Angst vor Knöpfen).

Wer denkt, Plätzchen und Kekse passen nur in die (vor-)weihnachtliche Zeit, der irrt!
Dank Zitronenabrieb und dunklem Kakao sind die folgenden Knöpfli ein freigeistiges, jahreszeitenunabhängiges und durchaus gelungenes Backexperiment, wobei sich der Aufwand bei der Formgebung wirklich lohnt!

Dunkle Knöpfe wurden leider zu schnell gefuttert - aber bei Angie (Link oben) seht ihr beide Varianten
Man nehme...
300 g Margarine
125 g Puderzucker
1,5 EL Vanillezucker
2 EL Sojamehl, gemischt mit 4 EL Wasser
Prise Salz
550 g Mehl
Abrieb einer Zitrone
1 EL Kakao

Alle Zutaten bis auf Zitronenschale und Kakao zu einem glatten Teig verkneten. Dann den Teig teilen und eine Hälfte mit Zitronenabrieb bzw. Kakao verfeinern.
Nun wandert der Teig erstmal für mind. 1 h in den Kühlschrank.
In der Zwischenzeit sollte man die Küche mal nach unterschiedlich großen Deckeln / Förmchen / Ausstechern durchsuchen und Schaschlickspieße aus Holz bereitlegen.

Der Teig ist fertig? Na dann los!
Teig dünn ausrollen und unterschiedlich große Kreise ausstechen. Nun jeweils mittig mit einem kleineren Ausstecher einen weiteren Kreis eindrücken - dabei nicht ganz so eifrig sein wie Frau Schulz, meine ersten Knöpfe wurden leider nur ein weiterer Kreis im Kreis, da ich viel zu fest drückte ;) Mit dem flachen Ende des Schaschlikspießes mal zwei, mal vier Löcher in die Knöpfe stanzen.

Bei 180° ca. 12 - 15 min. backen.

Ergibt je nach Größe ca. 100 Knöpfli

Dauer (wollt ihr das wirklich wissen?!): 5 min. Teig kneten + 1 h ruhen lassen + 1 h Knöpfe stechen = 2 h ohne Backzeit - aber Kinder, es lohnt sich wirklich!!!

Sonntag, 23. Juni 2013

Holunderblütensirup

Vor zwei Wochen packte auch mich das Fieber, endlich mal wieder etwas Schenkbares herzustellen. Wie ihr vielleicht noch wisst, verschenke ich zu Weihnachten schon seit Jahren nur noch Selbstgemachtes, am Liebsten diverse Sorten Likör, aromatisierten Zucker bzw. Salz, Plätzchen, etc. pp.
Doch nicht nur zur Weihnachtszeit stehe ich gern in der Küche - nein, nein, Frau Schulz ist quasi ein ganzjährig verwendbares Küchenutensil!

Nachdem ich kurz im Internet gestöbert hatte und dann auch noch Susanne ein Holunderblütenrezept zeigte, war ich nicht mehr zu bremsen: Gemeinsam mit Claudi ging es am Mittwoch vor zwei Wochen in die Felder unserer schönen Stadt.

Beim Gassigehen mit Ronja hatten wir nämlich bereits sonntags volle und duftende Holunderbüsche entdeckt, die nur darauf zu warten schienen, von uns um ein paar Blüten erleichtert zu werden!

Nun denn, los ging das Zupfen. Der Plan war, 25 große Blütendolden für jeden Topf zu sammeln, um so ein paar Flaschen köstlichen Sirup zu fabrizieren!

An dieser Stelle nochmal allerliebsten Dank an Claudi - mit meinen 1,58m Körper"größe" hätte ich längst nicht so schöne Blüten sammeln können - so hielt Claudi einen Ast nach unten und ich zupfte voller Begeisterung die endlich in meiner Reichweite hängenden Blüten ab.

Zwei Taschen waren rascher als erwartet gefüllt und so schwangen wir uns auf die Räder und fuhren zu Claudi, um Portion 1 aufzusetzen.



Abends kochte ich dann meinen Likör, den ich nach den ersten Versuchen bei Claudi in folgenden Mischverhältnissen herstellte (Rezept also von mir, Fotos von Claudi ;) ):

Man nehme...
25 wunderbar große Holunderblütendolden (frisch gezupft, am besten nach einer Trockenperiode, da Regen die Pollen abwäscht)
1,5 Liter Wasser
1 kg Zucker
4 unbeh. Zitronen



Holunderblüten von Stielen befreien. Schon beim Sammeln sollte man darauf achten, keine Dolden mit Blattläusen dran zu zupfen - an Claudis und meinen Dolden war kein einziges Insekt *stolz*
In der Zwischenzeit Wasser mit Zucker aufkochen und so lange bei niedriger Hitze köcheln lassen, bis der Zucker aufgelöst ist.
Dann die Zitronen vierteln, ins Wasser auspressen und samt Schale in den Topf geben. Holunderblüten (ohne Stiele, die wurden ja schon zu Beginn abgezupft) dazu und alles verrühren.
 

Man sollte darauf achten, dass die Blüten nicht in kochend heißes Wasser kommen, also lieber etwas abkühlen lassen und dann Blüten rein. Deckel drauf, Töpfchen ins Eckchen und 4 Tägchen warten (hach, was sind Diminutive doch niedlich! ;) ).

Nach vier Tagen den Sirup durch ein Küchentuch gießen (im Zweifel wiederholen, bis alle Reste entfernt sind). Sirup nochmals aufkochen und ab damit in gesäuberte Glasflaschen.

Angebrochene Flaschen halten sich im Kühlschrank.

Passt hervorragend in Wasser, Sekt oder Wein (selbstgemachter Hugo, wir kommen ;) ), aber auch über Dessert geträufelt oder als süßes Goodie in Obstsalat schmeckt er einfach herrlich!

Großküchenflavor für ca. 2 Liter leckersten Sirup

Dauer: 30 min. Holunderblütendolden zupfen und sich wundern, dass man irgendwann zwischen veganem Käse und Engagement im Tierheim ein ziemlicher Öko geworden ist + 15 min. Dolden zu Blüten machen und Zuckerwasser kochen + 4 Tage Beherrschung, nicht den ganzen Topf auf einmal leerzutrinken = gut und gerne 5 Tage, in denen man sich fühlt wie Winnie Pooh vor dem Topf voller Honig

Samstag, 22. Juni 2013

Vegan Wednesday 2013/23

Hach, was für eine Woche..
Ab morgen habe ich endlich wieder etwas mehr Zeit - doch beginnen wir vorne:
Vergangene Woche hatte ich Mo & Di Uni, Mi arbeitete ich im Büro, Do dann 10 Stunden im Café meiner Tante, gestern 4,5 Stunden ebenfalls im Café.
Bilanz: Enormes Schlafdefizit, mehr Verständnis für Service-Kräfte und Füße, die mindestens 3 Nummern größer geworden sind vom vielen Laufen und Stehen...

Doch zurück zum vergangenen Mittwoch. Etwas knapp, aber ich schaffe es doch noch, beim VW mitzumachen. Gesammelt wird dieser Tage bei Cara :)

Nun denn, mein Mittwoch startete wie gewohnt mit einer Portion Overnight-Oats, diesmal mit Melone (ich LIEBE Melone!), Kiwi und Banane:


Mittags im Büro aß ich dann nebenher meinen Couscous-Salat, als Nachtisch eine Kiwi:



Mittwoch war es ja wirklich unheimlich warm, daher aß ich abends nur eine große Portion Salat, bevor es ab 22.00 nochmal in die Stadt ging.

Zunächst trank ich ein paar Bier mit dem Müslischalenbesitzer, dann ging es ab ins Kätzchen, da ein Freund dort auflegte..
Da ich Donnerstag schon um 6.00 aufstehen musste, um rechtzeitig im Café zu sein, wollte ich eigentlich nicht sooo spät ins Bett und vor allem nicht viel trinken.

Gut, dass klappte nicht so ganz: auf Bier folgten Kurze, ins Bett kam ich erst um 3.15 - mein Mittwoch endete daher eigentlich erst donnerstags - daher auch das Schlafdefizit ;)


Mio & TomTom kamen durch die arbeitsreiche Zeit in den letzten drei Wochen leider etwas zu kurz - aber Tommy begrüßte mich heute freudestrahlend und selbst Mio hat sich gefreut, dass ich heute zeitig nach Hause kam. :)

Dienstag, 18. Juni 2013

Lauwarmer Kichererbsensalat mit Gurke-Dill-Dip

Vergangenen Mittwoch war ich ja noch im Büro und musste mein Mittagessen vorbereiten.
Prinzipiell versuche ich - gleich ob für die Uni oder fürs Büro - Essen mitzunehmen. Nicht etwa, weil es für Veganer so schwierig wäre, etwas außerhalb der eignene Küche zu finden, aber erstens spart es Geld und zweitens weiß ich, was drin ist.
Und last but not least - es schmeckt einfach immer und man ist vor bösen Überraschungen gefeit!

Da auch das Wetter endlich gemerkt hat, dass Sommer ist, gab es einen sättigenden und trotzdem leichten Kichererbsensalat:

Man nehme...
1 Frühlingszwiebel
1 Zucchini
1/4 Paprika
1 Stück Gurke
120 g Kichererbsen (gekocht, abgetropft)
1 TL Olivenöl
Saft 1/2 Zitrone
Curry, Paprika rosenscharf & edelsüß
Salz & Pfeffer

Frühlingszwiebel in Ringe schneiden und in Olivenöl anbraten. Zucchini und Paprika fein würfeln und ebenfalls anbraten. Kichererbsen dazugeben und mit Zitronensaft ablöschen. Nach Belieben mit Curry, Paprikapulver, Salz & Pfeffer würzen und zum Schluss die gewürfelte Gurke unterheben. Abkühlen lassen.
Sollte man den Salat direkt genießen wollen, mit dem vorbereiteten Dip servieren.
Ich habe ihn im Büro nochmal kurz in die Mikrowelle mit Grillfunktion getan, allerdings schmeckt der Salat natürlich auch kalt :)

Für den Dip:

Man nehme...
100 g Sojajoghurt (ich bevorzuge Sojade, da der Naturjoghurt dieser Marke einen neutralen Geschmack hat)
Saft 1/2 Zitrone
1 - 2 TL TK-Dill
Salz & Pfeffer

Ok, das ist nun wirklich einfach: Alle Zutaten mischen und bis zum Verzehr kaltstellen.

Singlelicious

Dauer: 15 min. rumbraten + 2 min. Dip rühren = 17 min. zum Genuss

Freitag, 14. Juni 2013

Vegan Wednesday 2013/22

One more Vegan Wednesday - und es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht..

Die schlechte zuerst: Aufmerksamen Lesern und Blogbegleitern wird meine neuerliche Abstinenz vergangene Woche nicht entgangen sein. Wie bereits vor drei Wochen habe ich es auch in der letzten Woche nicht geschafft, meine sehr wohl geschossenen Fotos zu verbloggen. Shame on me (again)!

Die gute folgt sogleich: Ich habe in den vergangenen zwei Wochen als Vertretung einer Empfangsdame in einer Agentur gearbeitet und hatte dadurch leider keine Zeit zu bloggen - aaaaaber: ich hab's geschafft! In den kommenden Wochen widme ich mich wieder mit vollem Elan meinem Studium, das es mir glücklicherweise erlaubt, nebenher all das zu posten, was mich bewegt..

Vorweg so viel: In den kommenden Tagen erwarten euch Plätzchen-Knöpfe, schokoköstliche Cantuccini, ganz besondere Muffins, eine neue Art der Schneckennascherei sowie ein Rezept-Dschini - es hat sich nämlich einiges angestaut, das zwar fleißig fotografiert, aber ebenso fleißig auf später verschoben wurde ;)

Doch nun back to topic - es war Mittwoch, es gab Essen.

Und zwar das:

Overnight-Oats all over the world - diesmal mit Banane, Zimt, Cranberries und Mohn:
Dann ging es ab ins Büro - da ich u.a. für die Getränkebestellung zuständig war, gab es vergangene Woche gleich zwei Kästen Coke zero. Natürlich trank ich keine zwei Kästen, aber ein Glas + Apfel trug mich über den Vormittag.
Zuhause hatte ich mein Mittagessen bereits vorbereitet (Rezept folgt - hab ich in der obigen Aufzählung ganz vergessen ;) ) - es gab einen lauwarmen Kichererbsensalat mit zitronigem Gurke-Dill-Joghurt, dazu zwei Scheiben Pumpernickel:


Lecker! Und zudem absolut sättigend!

Als Nachtisch teilte ein Mitarbeiter lieberweise seine Erdbeeren mit mir - so kam ich nachmittags unverhofft erneut zu fruchtigem Genuss:



Nach der Arbeit, die in den vergangenen Wochen stets frühestens um 18.00 endete, fuhr ich mit einer Freundin ins Feld, um Holunderblüten zu ernten.
Der Plan: Holunderblütensirup DIY, damit wir schnellstens Hugo trinken können ;)

Bevor wir allerdings den Kochlöffel schwangen gab es mein "Abendessen": In der wunderbaren rheinlandpfälzischen Landeshauptstadt hat nämlich eine Eisdiele eröffnet, die selbst Eis herstellt - und alle Fruchteissorten außer Banane sind vegan - mein Abendessen waren also eine Kugel Aprikosen- und Holunderblüteneis :) Soooo lecker!

Zurück bei Claudi kochten wir eine Portion Sirup, meine Blüten nahm ich mit nach Hause - noch ein Rezept, das folgen wird.

Heieieiei, ihr merkt schon, bald wird hier die Post abgehen!


Das war es..
Mio- & TomTom-Bilder fallen heute leider aus, da ich gerade beim Besitzer der blauen Müslischale verweile und nicht auf meine Sammlung an Katersüße zugreifen kann..

Allerliebste Grüße an euch alle!!!

Sonntag, 9. Juni 2013

Ratatouille - oder: was gegen Kohlenhydrat-Attacken hilft und trotzdem schmeckt

Jaja, Hand in Hand mit dem Sommer geht bei mir der kritische Blick in den Spiegel: Sehe ich da etwa (immer noch / wieder / nicht nur ausschließlich) Winterspeck?! Tz tz, dem muss Abhilfe geschafft werden und das gelingt mir am ehesten, wenn ich abends auf Kohlenhydrate (v.a. böses, böses, böses Weißmehl & Zucker) verzichte..

Weil ich zu meinem Salat aber trotz moströser Portion immer noch ein Scheibchen Brot brauche, da ich sonst außerordentlich unbefriedigt bin, und auch bei diesen Temperaturen hin und wieder gerne mal etwas Warmes esse, habe ich mir gestern das allerleckerste Ratatouille gekocht, das ich je gegessen habe!

Einfach, lecker und sättigend - Herz, was willst du mehr?!

Man nehme...
Die Tomaten schafften es nicht mehr in den Topf :)
1 Zucchini
1 Aubergine
1 (rote) Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Paprika
Pilze (nach Bedarf)
Olivenöl
Saft 1 kl. Zitrone
1 Dose gehackte Tomaten 
frische Kräuter (z.B. Thymian, Salbei, Basilikum, Rosmarin, etc.)
Salz & Pfeffer

Zwiebel in etwas größere Würfel schneiden und in einem Topf in etwas Olivenäö glasig dünsten. Parallel die in große Würfel zersäbelte Aubergine in einer Pfanne anbraten. Sobald die Aubergine Farbe angenommen hat (nicht zu viel Öl dazu, Aubergine saugt Öl wie ein Schwamm auf), ab in den Topf zu den Zwiebeln. Die Hitze des Topfes reduzieren und in der Pfanne nacheinander in etwas Öl die grob gewürfelte Paprika, Zucchini und Knoblauchzehen anbraten. Das Gemüse habe ich jeweils in der Pfanne mit Salz & Pfeffer gewürzt, so hatte das Ratatouille am Ende ein leckeres Aroma und es war kaum Nachwürzen notwendig.
Da im Kühlschrank noch 2 Champignongs darbten, folgten diese ebenfalls in den Topf. Zudem habe ich einige Zweige Thymian mit den Zucchini angebraten und in den Topf gegeben. Wichtig ist, dass das Gemüse im Topf nicht mehr weiterbrät, sondern eher auf kleiner Flamme zu Ende garen kann.
Alles im Topf? Super. Dann mit Zitronensaft und gehackten Tomaten ablöschen und die feingehackten frischen Kräuter unterrühren.

That's it!

Es lohnt sich wirklich, das Gemüse separat anzubraten, da so die Aromen viel besser erhalten bleiben und man am Ende jede Gemüsesorte herausschmecken kann.

Zusammen is(s)t man weniger allein

Dauer: 10 min. schnibbeln + 15  min. Etappenbraten = 25 min. bis zum megatollen Ratatouille

Sonntag, 2. Juni 2013

And the winner is....

....Frau Schulz!

Zumindest, wenn es um die wunderbaren Blogkritiken geht, die in den letzten Tagen in mein Mailfach flatterten. Ich habe mich über jede einzelne wirklich sehr gefreut: Neben ziemlich viel wangen-rötendem Lob waren auch Anregungen oder Wünsche dabei, was man gerne häufiger lesen würde. Besonders freut mich, dass die Geschichten von Mio und TomTom auf mehr Gegenliebe stoßen, als ich es erwartet habe (wer einen tierischen Mitbewohner hat weiß, dass man ohnehin tagein, tagaus über ihn quatschen könnte).

Nun war die Blogkritik ja eigentlich nur Mittel zum Zweck - abgesehen von den seelenstreichelnden Worten für mich, gab es ja auch etwas zu gewinnen!

Am liebsten hätte ich jedem eines der Pakete zugelost, aber so hatte gestern Abend der Besitzer der blauen Müslischale als Unparteiischer die wichtige Aufgabe, dreimal in den Lostopf zu greifen.
Dies ist geschehen, die (hoffentlich) glücklichen Gewinner wurden bereits per Mail benachrichtigt, aber natürlich möchte ich keinem das Ergebnis vorenthalten:





Ich danke euch allen für die Teilnahme, vor allem aber für die wirklich sehr lieben und informativen Rückmeldungen zu dem Blog.

Alle, die diesmal kein Glück hatten, seien bitte nicht enttäuscht - es wird diesen Blog noch ein Weilchen in den Tiefen des www geben und ganz gewiss war dies nicht die letzte Verlosung! :)